AKTUELL

Neue Arbeitshilfe zur Wohnsitzregelung: Mit Praxistipps und Hintergründen

26. September 2016

Der Paritätische Gesamtverband e. V. hat eine Arbeitshilfe erstellt, die Unklarheiten bezüglich der so genannten „Wohnsitzregelung“ (§ 12a Aufenthaltsgesetz, zuletzt geändert am 6.8.2016) entgegenwirken soll. Dazu dienen die konkreten Hinweise zur Umsetzung der Wohnsitzregelung.

Autor der Arbeitshilfe ist Claudius Voigt, Mitarbeiter der GGUA Flüchtlingshilfe aus Münster. Die Arbeitshilfe gibt den Stand am 22.09. wieder, eine Aktualisierung ist vorgesehen und kann dann hier eingesehen werden. Interessenten können sich die Arbeitshilfe hier herunterladen. Eine Druckversion dieser Arbeitshilfe gibt es nicht. 

Einbürgerungslotsen Sachsen-Anhalt. Ausschreibung für die dritte Lotsenschulung

26. September 2016

Das Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen (LAMSA e. V.) sucht Verstärkung für die Einbürgerungslotsen und bietet seine neuen Schulungstermine für Oktober 2016 an.

Zielgruppe der kostenlosen Schulungen sind Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Interesse haben, als ehrenamtliche Einbürgerungslotsen aktiv zu werden.

Zum Schulungsprogramm für Oktober siehe hier.

Interkulturelle Woche 2016. Programme für Stendal und Magdeburg

26. September 2017

Es ist wieder soweit: Die bundesweiten Interkulturellen Wochen (IKW) sind gestartet. Rund 5.000 Veranstaltungen werden unter dem Motto Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt in den kommenden Wochen erwartet. Die christlichen Kirchen haben diese jährliche Veranstaltungsreihe am vergangenen Sonntag in Friedland mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet. 

„Die überwältigende Mehrheit der Gesellschaft steht für Menschenrechte, Vielfalt und Demokratie, auch wenn das Erstarken rechtspopulistischer Parteien bei Wahlen und in Umfragen sowie die daraus folgenden gesellschaftlichen und politischen Diskussionen viele Menschen verunsichern. Es gilt weiterhin die Verpflichtung, dass Flüchtlinge Schutz und Aufnahme in Deutschland finden.“, sagte Gabriele Erpenbeck, Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche (ÖVA). „Wir sind eine Gesellschaft, die in Vielfalt zusammen wächst. Darin liegt die eigentliche Stärke unserer und aller europäischen Gesellschaften. Wir erwarten, dass der große Teil der Zivilgesellschaft, der diese Überzeugung lebt, gehört wird.“ (IKW-Pressemitteilung vom 14.9.2016).

Auch in Sachsen-Anhalt beteiligen sich viele Landkreise und kreisfreie Städte an dem bundesweiten Aktionsprogamm mit eigenen Veranstaltungen. Ganz besonders aktiv auch in diesem Jahr: Magdeburg und Stendal.

Während Stendal  vom 19. September bis 6. Oktober 2016 mit einem bunten Programm aufwartet, koordiniert die Magdeburger Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA e. V.) in enger Kooperation mit dem Netzwerk für Integrations- und Ausländerarbeit der Stadt Magdeburg die kommunalen Interkulturellen Wochen. Sie werden vom 17. September bis zum 3. Oktober 2016 in Magdeburg stattfinden. 

Das AGSA-Programm 2016 umfasst 21 Angebote an 11 Orten. Beteiligt sind ca. 50 Vereine, Initiativen, Migrantenorganisationen, kommunale Einrichtungen, Bildungsträger, Beratungsstellen sowie Träger der Demokratie- und Engagementförderung. Zum ganzen Programm siehe hier.

Zum Gesamtprogramm (Programmflyer) für Magdeburg siehe hier.

Tröglitzer Erfahrungen. Markus Nierth hat jetzt über das "Schweigen der Mitte" ein Buch vorgelegt

21. September 2016

Markus Nierth, evangelischer Theologe und parteiloser Ex-Bürgermeister von Tröglitz in Sachsen-Anhalt, zieht Bilanz. In dem jetzt im Ch. Links Verlag erschienenen Buch "Brandgefährlich. Wie das Schweigen der Mitte die Rechten stark macht - Erfahrungen eines zurückgetretenen Ortsbürgermeisters" rekapituliert Nierth einen Entfremdungsprozess in seiner Gemeinde. Er "sieht sich plötzlich fremdenfeindlicher Hetze und persönlichen Angriffen ausgesetzt, als Flüchtlinge in den kleinen Ort in Sachsen-Anhalt kommen sollen und er sich für diese einsetzt. Bürger aus der Mitte der Gesellschaft marschieren gemeinsam mit Rechtsextremisten auf. Als schließlich eine Demonstration, die bis vor sein Privathaus führen soll, von der Behörde zugelassen wird, entschließt er sich zum Rücktritt. Die Medien berichten, die Bedrohungen für ihn und seine Familie nehmen massiv zu, die geplante Asylunterkunft wird angezündet, Täter werden nie gefunden." (aus dem Klappentext des Verlags).

Was Markus Nierth lebendig und anschaulich erzählt, spielt sich so oder ähnlich vielerorts in Deutschland ab. Fast jeder zweite Bürgermeister ist bereits beschimpft, beleidigt und bedroht worden, weil er sich für Flüchtlinge engagiert hat. Und Nierth legt den Finger in die Wunde: "Was uns aber den Boden unter den Füßen wegzog, war das Ausbleiben einer spürbaren Unterstützung aus dem Ort: das Schweigen der Mehrheit. Das Buch ist keine Abrechnung, wir möchten keinen Menschen kränken, verletzen oder zu Unrecht beschuldigen. Aber um Verletzungen, die wir zuhauf davongetragen haben, zu verarbeiten und in einem geistlichen Prozess zu vergeben, muss das Geschehene noch einmal klar benannt werden." (vgl. Deutschlandfunk, 19.9.16).

Den Autoren (Nierth hat den Band zusammen mit Juliane Streich verfasst) geht es um die Hintergründe, die dazu führen, dass sich derzeit so viele Menschen rechts positionieren. Das Buch geht auf die Biographien der Enttäuschten und Zurückgelassenen ein, benennt vermeidbare Fehler in der Politik und zeigt Lösungsansätze auf. 

Der 216 Seiten starke Band (Broschur 18 €, auch als E-Book) ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

"Hauptsache, raus aus dem Krieg". Wie Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt mit der Wohnsitzauflage umgehen

20. September 2016

Wie Flüchtlinge damit klar kommen, dass sie laut Gesetz drei Jahre als anerkannte Flüchtlinge dort wohnen bleiben müssen, wo sie das Asylverfahren durchlaufen haben, ist jetzt in einem Beitrag der Magdeburger Volksstimme nachzulesen.

Es zeigt sich: Die meisten haben kein Problem mit der Wohnsitzauflage, weil diese in der Praxis großzügig geregelt wird.

Mehr hierzu im Artikel "Hauptsache, raus aus dem Krieg" (Volksstimme 19.9.)

Zum siebten Mal zu vergeben: Der Landes-Integrationspreis Sachsen-Anhalt (Bewerbungsschluss: 1. November 2016)

Foto: Auslandsgesellschaft e. V.

25. September 2016

Bereits zum siebten Mal wird der Landes-Integrationspreis Sachsen-Anhalt vergeben. Unter dem Motto "Integration braucht Engagement" werden mit dem Preis Projekte und Initiativen geehrt, die vorbildliche Impulse für den Integrationsprozess im Land vermitteln.

Ausgezeichnet wird auch dieses Jahr jeweils in den drei Hauptkategorien "Engagiert für Willkommenskultur", "Zusammenleben von Anfang an - Kitas und Schulen gestalten Vielfalt" und "Bildung, Ausbildung und Arbeit - Schlüssel erfolgreicher Integration". Zudem wird persönliches ehrenamtliches Engagement mit einem Preis gewürdigt.

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer Festveranstaltung am 13. Dezember 2016 in Magdeburg.

Zu den Kriterien der Preisvergabe und weiteren wichtigen Informationen siehe hier.

Laden Sie sich hier die Bewerbungsformulare für die einzelnen Kategorien hoch:

Zum Bewerbungsformular Kategorie 1: Engagiert für Willkommenskultur

Zum Bewerbungsformular Kategorie 2: Zusammenleben von Anfang an - Kitas und Schulen gestalten Vielfalt 

Zum Bewerbungsformular Kategorie 3: Bildung, Ausbildung und Arbeit – Schlüssel erfolgreicher Integration

Zum Bewerbungsformular zur Ehrung für individuelles Engagement

Stellenausschreibung im IQ-Förderprogramm bei der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) e. V.

16. September 2016

Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) sucht ab dem 01.10.2016 für die „Servicestelle Interkulturelle Orientierung/Öffnung, Antidiskriminierung und Diversity“ Sachsen-Anhalt Nord im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) eine_n 

Projektkoordinator_in/Trainer_in für Interkulturelle Organisations- und Personalentwicklung und Antidiskriminierung 

Ihre Aufgaben:

• pädagogische Konzeption von Fortbildungsangeboten und deren Durchführung im Bereich Interkulturelle Orientierung / Öffnung, Antidiskriminierung und Diversity Management (Hauptzielgruppe: Arbeitsmarktakteur_innen)

• Kooperation mit externen Referent_innen, Expert_innen und Kooperationspartner_innen

• Konzeption und Erstellen von Fortbildungspapieren, Fragebögen, Berichten und Handreichungen für arbeitsrelevante Akteur_innen

• Verwaltungstätigkeit wie z.B. Suche von Referent_innen, Erstellung von Fortbildungsmaterialien für Empowerment-Trainings und Fortbildungen, von Vergabedokumentation und Evaluationsbögen

• Mitarbeit bei Abrechnung

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 20 Stunden. Die Besetzung der Stelle ist zunächst bis 31.12.2016 befristet. Der Arbeitsplatz ist in Magdeburg, der Wirkungsraum liegt im Raum Sachsen-Anhalt Nord.

Bewerbungsunterlagen bitte bis zum 27.09.2016 per E-Mail an finanzen@agsa.de (nicht mehr als 10 MB) senden. 

Interkulturelles Info-Café eröffnet (Fortsetzungsveranstaltung am 13. Oktober 2016, einwelt haus Magdeburg)

Foto: Filippo Stanflin ( Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt 2016)

17. September 2016

Unter reger Beteiligung und mit anregenden Diskussionsergebnissen fand am 15. September die Auftaktveranstaltung des Interkulturellen Info-Café im Magdeburger einewelt haus statt.

Neben Überblicksdarstellungen zur Arbeitsmarktintegration in Sachsen-Anhalt (durch Staatssekretärin Susi Möbbeck) und zu Pilotprojekten wie dem ESF-Projekt des Burgenlandkreis-Netzwerks „berufliche Integration in Ausbildung und Arbeit von Asylbewerberinnen und -bewerber und Geflüchteten im Burgenlandkreis“ (IvAF) ergaben sich im Methodenmix von Plenumsdiskussion und Thementischen instruktive Austausche zwischen allen Beteiligten aus dem Kontext Arbeitsmarktintegration und Interkulturelle Öffnung auf dem Arbeitsmarkt.

Das Interkulturelle Info-Café wird fortgesetzt am 13. Oktober. Dann wird das Thema Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse schwerpunktmäßig vertreten sein. Hierzu sind diverse Referent_innen aus der IQ-Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung geladen. Näheres hierzu in Kürze sowie hier im Faltblatt

Noch freie Plätze: „Engagiert für Geflüchtete". Qualifizierungskurs für Ehrenamtliche in der Begleitung von geflüchteten Menschen (28.-30.11., Alterode)

19. September 2016

Die Evangelische Heimvolkshochschule Alterode veranstaltet einen über zwei Module gestaffelten Qualifizierungskurs für Ehrenamtliche in der Begleitung von geflüchteten Menschen.

Modul 1 (Schwerpunkt Asylverfahren) fand vom 14. bis 16. September statt, Modul 2 (Schwerpunkt traumasensibles Arbeiten mit Geflüchteten) findet vom 28. bis 30. November statt.

Neben den zahlreichen inhaltlichen Aspekten in der Qualifizierung gibt es im Rahmen der Veranstaltung Raum für (Selbst)Reflexion, Perspektivwechsel und kollegialen Erfahrungsaustausch, bei dem Erlebnisse aus der Arbeit mit geflüchteten Menschen bearbeitet und das Voneinander-Lernen für die eigene Praxis angeregt werden.

Zielgruppe sind ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 bis 20 Personen beschränkt. Bitte melden Sie sich bis spätestens zum 15. August 2016 per E-Mail an: info(at)heimvolkshochschule-alterode.de.

Weitere Informationen auf der Internetseite der Heimvolkshochschule (Bildungshaus am Harz) sowie in diesem Faltblatt zur Veranstaltung.

MultiplikatorInnenfortbildung "Die Vielfalt in der Vielfalt" (1. November in Halle)

18. September 2016

Die Fortbildung "Die Vielfalt in der Vielfalt - Perspektiven von Multi-, Inter-, Transkultur, Diversität in der Bildungsarbeit",  ausgerichtet vom Halleschen Friedenskreis e. V.. gibt einen Überblick in die geschichtliche Entwicklung von ausgewählten Konzepten. Dieser wird partizipativ und in Ergänzung mit Inputs erarbeitet. Anhand selbst erlebter Übungen werden die Wesens- und Unterscheidungsmerkmale der Konzepte ausgearbeitet. Anhand konkreter Beispiele (Ausschreibung von sogenannten internationalen Begegnungen) wird beispielhaft eine Auseinandersetzung um die Bedeutung von Konzeptklarheit für die Zielerreichung in der eigenen praktischen Arbeit geführt. 

Die praxisnahe und lebendige Fortbildung richtet sich an Menschen, die Lust auf eine Schärfung ihrer Sicht auf unterschiedliche Konzepte haben. Ziel dabei ist es, den Mehrwert einer differenzierten Konzeptqualität und die Auswirkungen auf die eigene Bildungsarbeit zu erkennen.

Termin: 1.11.2016, 10:00-16:00 Uhr

Ort: Felicitas-von-Selmenitz-Haus, Puschkinstr. 27, 06108 Halle 

Kosten: 20 Euro

Trainer: Ken Kupzok, freiberuflicher Trainer der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie Begleiter von Lern- und Veränderungsprozessen mit dem Schwerpunkt Diversität und Diskriminierung.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie bei Ulrike Eichstädt per Mail oder telefonisch unter: 0345 27980759.

Das Integrationsportal Sachsen-Anhalt - Die Plattform für Ihre Initiativen. Hinweis der Redaktion

Möchten Sie das Integrationsportal für die Bewerbung oder Verbreitung Ihrer Informationen, Initiativen, Veranstaltungen nutzen?

Dann kontaktieren Sie die Redaktion wie gewohnt unter integrationsportal(at)agsa.de. 

Ausbildungsprojekt Traumahelfer im Landkreis Wittenberg (5. und 6. November, Wittenberg)

16. September 2016

Die Salus, eine sozialorientierte Einrichtung in Sachsen-Anhalt, baut im Landkreis Wittenberg eine Ausbildungsgruppe für "Traumahelfer" auf. Angeboten wird ein Curriculum, das sich an interessierte Laien wendet, die Grundlagenwissen über kriegs– und fluchtbedingte Traumatisierungen erwerben und betroffene Kinder bei deren Verarbeitung unterstützen wollen.

Organisiert und geleitet wird das Projekt von einem Facharzt und einer Erzieherin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Das Angebot ist wissenschaftlich fundiert.

Kernsegment ist ein zweitägiges Seminar, das vom 5. bis 6. November in Wittenberg stattfinden soll. Die näheren Informationen zum Ausbildungsprojekt in Wittenberg sind im beigefügten Infoblatt zusammengefasst sowie abrufbar auf der entsprechenden Internetseite der salus.

Checkliste für die Eröffnung eines Bankkontos in Deutschland. Handreichung der Diakonie Deutschland

September 2016

Die Diakonie Deutschland hat eine Checkliste veröffentlicht, die die Einrichtung eines Bankkontos in Deutschland Schritt für Schritt nachvollziehbar macht. Schwerpunktmäßige Zielgruppe sind Personen ohne festen Wohnsitz sowie Asylsuchende und Geduldete. 

In der Handreichung wird unter anderem erläutert, welche Leistungen ein Basiskonto bietet, wer ein Basiskonto eröffnen kann, unter welchen Voraussetzungen die Beantragung erfolgt und unter welchen Bedingungen ein Antrag gegebenenfalls abgelehnt werden kann.

Zur Handreichung gelangen Sie hier.